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Alt aber gut?

Die Gefahren abgelaufener Medikamente

Wer kennt das nicht: der Medikamenten-Kasten in der Wohnung ist voll mit allen möglichen Arzneimitteln, von denen mindestens die Hälfte abgelaufen ist. Wenn dann eines der Kinder wieder einmal verkühlt ist, Durchfall oder sich eine Grippe eingefangen hat, kramt man ein Mittel hervor, das dann schon wirken wird. Schließlich hat es einem selbst vor fünf Jahren auch geholfen. Ab und zu kommt in die Sammlung etwas Neues dazu, selten werden Alte entsorgt. Die waren ja damals schon nicht billig. Und nützen sie nicht, so schaden sie nicht. Oder?

So ähnlich wie Lebensmittel können sich Arzneimittel durch Wärme, Kälte, Licht oder Sauerstoff so verändern, so dass sie entweder unwirksam oder gesundheitsschädlich werden. Bei Nahrungsmitteln merkt man schnell, wenn etwas nicht stimmt: Butter wird ranzig, Brot oder Fleisch beginnt zu schimmeln, der Wein wird sauer. Bei Medikamenten ist es meist sehr schwierig festzustellen, ob sie sich chemisch ändern. Manchmal stellt man Eintrübungen, Verfärbungen oder einen ungewöhnlichen Geschmack fest. Meist können aber selbst Experten nur mit großem technischen Aufwand Veränderungen in Arzneimittel nachweisen. Das bedeutet aber nicht, dass diese nicht stattfinden. Was muss bei Medikamenten beachten werden? Gerade bei Kindern muss man nicht sofort zu Arzneimitteln greifen.

Alte Hausmittel wie Kräutertee, Bettruhe oder Wadenwickel können wahre Wunder wirken. Bei Arzneimitteln gilt es zu bedenken: Augentropfen, einmal geöffnet halten dann nur wenige Wochen. Salben und Säfte verunreinigt man wahrscheinlich bei jeder Verwendung mit Keimen von Fingern oder Lippen. Das wirkt sich auch nicht gerade positiv auf die Haltbarkeit aus. Das aufgedruckte Verfallsdatum bezieht sich nur auf verschlossene Packungen!. Eine falsche Lagerung lässt Medikamente ebenso vorzeitig verderben: die Hitze im Sommer auf einer Fensterbank oder im Auto lässt sie schnell kaputtgehen. Was für die Hitze gilt, stimmt auch für die Kälte: Medikamente, die nicht im Kühlschrank lagern müssen, sollten sich auch nicht dort befinden.

Aber nicht nur die Temperatur, auch der Ort spielt eine Rolle: das Badezimmer ist nicht geeignet als Aufbewahrungsort für Medikamente, besonders wenn man Kinder hat. Arzneimittel müssen nämlich für die Kleinen unerreichbar aufbewahrt werden. Wenn man sich nicht sicher ist, erhält man jederzeit Rat in einer Apotheke. Dort kann man auch einmal im Jahr die Hausapotheke überprüfen lassen.