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Fake-Medikamente boomen

Fälschungen können durch einfache Hinweise entlarvt werden

Mit günstigen Preisen, unkomplizierter und schneller Zustellung sowie dem Wegfallen der Rezeptpflicht locken vermeintliche Internet-Apotheken mit Angeboten, die schwerwiegende Folgen haben können. Laut neuen Zahlen des Finanzministeriums stieg in diesem Jahr die Zahl der illegalen oder gefälschten Medikamente bis Ende August um rund 50 Prozent. Aktuelle Studien zeigen, dass 95 Prozent der im Netz verkauften Arzneimittel nicht den Standards legaler Herstellung entsprechen und Fälschungen sind. Dabei stehen Life Style-Produkte (Erektionsmittel, Abnehmhilfen und Mittel gegen Haarausfall), Doping-Substanzen, Narkotika sowie psychotrope Substanzen ganz oben auf der Liste.

Neben anerkannten Internet-Apotheken gibt es leider immer mehr kriminelle Anbieter, die gefälschte Arzneimittel über illegale Onlineshops vertreiben. Mittlerweile sind diese Medikamente so gut gefälscht, dass sie weder auf den ersten noch durch einen fachmännischen zweiten Blick zu erkennen sind. Aber auch die Onlineshops selbst werden zunehmend professioneller gestaltet, so dass Kunden hinters Licht geführt werden. Doch ein hochwertiges Erscheinungsbild und Tabletten, die haargenau wie Originale aussehen, sind noch lange kein Garant für zertifizierte Internetapotheken.

Wie kann man gefälschte Medikamente erkennen?

Wir haben die wichtigsten Hinweise zusammengefasst

Die Angaben auf der Verpackung zählen
Illegale Onlineanbieter verkaufen immer häufiger sehr gut gefälschte Imitate. Daher ist es umso wichtiger, auf die Details zu achten. Originale Verpackungen enthalten immer die folgenden Angaben:

  • Wirkstoffstärke
  • Chargennummer
  • Zulassungsinhaber
  • Gebrauchsinformation

Weist eine Verpackung diese Merkmale nicht auf, handelt es sich zu 100% um eine Fälschung.

Die Verpackung selbst ist wichtig
Für die Verpackung von Arzneimitteln wird eine Vielzahl von sichtbaren und verdeckten technischen Maßnahmen eingesetzt, damit Originale von Fälschungen unterschieden werden können. Dazu zählen beispielsweise Kennzeichen wie

  • Hologramme
  • Wasserzeichen
  • farbwechselnde Tinten
  • Mikrozeichen
  • irisierende Oberflächen
  • reflektierende oder fluoreszierende Pigmente
  • Mikrofasern oder DNA-Etiketten

Sind derartige Sicherheitsmerkmals schlampig angebracht oder gar nicht vorhanden, ist Vorsicht geboten, da es sich nicht um Originalware handelt.

Keine Verpackung ist keine Option
Das verkaufen und beziehen von Medikamenten ohne vollständige Verpackung ist nicht nur kriminell, sondern auch gefährlich. Daher ist es wichtig darauf zu achten, dass ein Original immer aus dem folgenden Teilen besteht

  • Faltschachtel
  • Blister
  • Gebrauchsinformation

Dasselbe gilt für Medikamente, die einzeln, also nicht einmal in Blistern, geliefert werden. Hier ist höchste Vorsicht zu genießen.

Rezept ist Pflicht & geht online gar nicht
Rezeptpflichtige Arzneimittel dürfen nur gegen Vorlage eines gültigen Rezepts in einer stationären Apotheke erworben werden. Rezeptpflichtige Arzneimittel via Internet-Apotheken zu beziehen, ist in Österreich aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Jede Online-Apotheke, die rezeptpflichtige Arzneimittel mit oder ohne Rezept anbietet, agiert illegal. Hände weg!

Das Prüflogo im Onlineshop
Um Trickbetrügern im Netz das Handwerk zu legen und Patienten ein klares Signal zu geben, wurde von der EU-Kommission ein Prüflogo – ein weißes Kreuz auf grün-grauem Hintergrund – angefertigt. Das Logo ist Pflicht für alle zertifizierten Online-Apotheken und damit ein klares Qualitätssiegel. Dieses Zeichen dürfen nur anerkannte Online-Apotheken auf ihrem Onlineshop platzieren. Wer also ein solches Prüflogo vorfindet, kann sich zu 100% darauf verlassen, dass er Originalware kauft.