Die Apotheke.

Partnerin für mein gesünderes Leben.

Medizin in London gefunden

Heute fast verstaubt, damals Lebensretter: Dank Bestellung per Fax war das Medikament rasch da.

Nicht alle Helden tragen einen Umhang. Manche von ihnen stehen täglich in der Apotheke in ihrer Nähe und beraten ihre Kunden in Fragen rund um die Gesundheit – wie auch in dieser Geschichte aus dem Jahr 1981 von einer Apotheke aus Villach.
Eine, seit mehreren Jahren an einer seltenen Form von Blutarmut erkrankte, Frau erfuhr durch einen Zufall, dass ihr lebensnotwendiges Medikament von einer Schweizer Firma aus dem Sortiment genommen werden sollte. Zu diesem Zeitpunkt besaß die Dame noch einen Medikamentenvorrat von nur wenigen Tagen. In ihrer Verzweiflung und Angst wandte sie sich an die Ärzte der Innsbrucker Universitätsklinik. Aber auch diese waren ratlos darüber, wo in so kurzer Zeit ein Ersatzmittel auf internationalem Wege aufgetrieben werden könnte.

Hilferuf war erfolgreich
Die Schwester der Betroffenen bat die „Kleine Zeitung“ zu Hilfe, welche prompt am nächsten Tag einen Hilfeaufruf veröffentlichte. Der Villacher Apotheker Mag. pharm. Alexander Telesko wurde so auf die Patientin und ihre Not aufmerksam und bot seine Hilfe an. Nach zahlreichen Telefonaten wurde Mag. pharm. Telesko schließlich in London fündig. Dank der damals neuen Technik in seiner Apotheke konnte die Bestellung mittels Faxgerät in kürzester Zeit von Villach nach London geschickt werden. Mit Unterstützung der Gebietskrankenkasse und den Beamten des österreichischen Zolls konnte das wichtige Medikament noch rechtzeitig in Österreich eingeführt und der Patientin zugestellt werden. Die Frau war gerettet und Mag. pharm. Telesko ist auch heute noch stolz geholfen zu haben: „Wir Apotheker und Apothekerinnen helfen gerne. Unseren Beruf sehen wir als Berufung. Es war für mich eine Selbstverständlichkeit.“