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Aller Anfang ist schwer

Wie Medikamente in der Schwangerschaft
auf das ungeborene Kind wirken

Über das Blut der Mutter erhält ein ungeborener Mensch all die Stoffe, die die Mutter aufnimmt. Daher ist größte Vorsicht geboten, wenn es um die Einnahme von Medikamenten während der Schwangerschaft geht. Die allerbeste Variante wäre, keine Arzneimittel in diesen ersten neun Monaten zu nehmen. Immer geht das aber nicht.

Die zweitbeste Variante ist daher: je später, desto besser. Gemeint ist, je länger man die Einnahme von Medikamenten während der Schwangerschaft hinauszögern kann, desto vorteilhafter. Verständlich wird das, wenn man die verschiedenen Entwicklungsphasen kennt: in den ersten paar Wochen wirken Schädigungen des Embryos total: entweder das Ungeborene überlebt oder nicht. Die dritte bis zehnte Schwangerschafts-Woche ist die schwierigste Zeit. Zu dieser Zeit bilden sich die Arme und Beine, sowie die inneren Organe. Schädigungen führen hier meistens nicht mehr zum Tod und Abort des Kindes. Sondern „nur“ mehr zu schweren Missbildungen. Ab der elften Schwangerschafts-Woche ist die Entwicklung des Kindes großteils abgeschlossen. Hier kann es überwiegend noch zu Funktionsstörungen kommen, die aber häufig wieder rückgängig gemacht werden können.

Unterscheiden lassen sich auch noch vor der Schwangerschaft bestehende und momentan auftretende Erkrankungen: Wer permanent Arzneimittel nehmen muss (bei Diabetes oder Schilddrüsenfehlfunktion etwa), bespricht mit der Ärztin bzw. dem Arzt des Vertrauens so schnell wie möglich das weitere Vorgehen. Bei akut auftretenden Leiden kann man sich vielleicht durch eine Umstellung der Ernährung weiterhelfen (Kein Alkohol, möglichst kein Koffein, wenn möglich kein Stress und keine Aufregung),falls der Magen-Darm-Trakt betroffen ist, z.B. da beim typischen Schwangerschaftserbrechen, bei Sodbrennen oder  Verstopfung. Bei Fieber, Grippe oder anderen Infektionskrankheiten stellt sich die Frage: was ist schlechter für das Kind, eine unbehandelte Krankheit oder die Einnahme von Medikamenten?

So wie in allen anderen genannten Fällen, ist es auch hier am besten sich mit einer Ärztin oder einem Arzt abzusprechen, um das werdende Kind so wenig wie möglich zu gefährden. Apotheken bieten ebenfalls eine Beratung für werdende Eltern an. Unter den durchschnittlich 6.000 Produkten, die Apotheken führen, finden sich genügend natürliche und kinderfreundliche Alternativen, die eine schonende Behandlung und sanfte Heilung der Kleinen möglich machen.