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Die Gunst der richtigen Stunde

Was es bei der richtigen Einnahme von Medikamenten zu beachten gilt

„Die roten Pillen nehme ich in der Früh mit dem Milchkaffe, die hellblauen leg ich mir aufs Marmeladebrot und die gelben spüle ich zu Mittag mit einem Bier hinunter.“ – So nimmt hoffentlich niemand seine Arzneimittel zu sich. Denn bei der Einnahme von Medikamenten kommt es nicht nur auf die richtige Menge an, sondern auch auf den richtigen Zeitpunkt und auf die Vermeidung mancher Kombinationen mit Lebensmitteln. Bestimmte Nahrungsmittel können nämlich Arzneimittel hemmen oder gefährliche Nebenwirkungen erzeugen.

Warum ist das so? Der Stoffwechsel im Körper ist nicht zu jeder Tageszeit gleich. Er unterliegt bestimmten Phasen. Für manche Medikamente ist der Morgen die günstigste Zeit, für manche während einer Mahlzeit. Wieder andere nimmt man am besten am Abend zu sich. Was ist noch zu beachten? „Vor dem Essen“ heißt, circa eine Stunde vor einer Mahlzeit. Manche Arzneimittel wirken am besten auf leerem Magen oder müssen so schnell wie möglich in den Darm, um dort ihre Wirkung zu entfalten. Dafür braucht es eben einen leeren Magentrakt. Mit „zum Essen“ ist gemeint, im Laufe der Mahlzeit. „Nach dem Essen“ besagt, etwa zwei Stunden nach einem Mahl. Nicht früher, weil sonst der Speisebrei die Aufnahme von Wirkstoffen behindert. „Einmal täglich“ bedeutet, jeden Tag, immer zur gleichen Zeit, plus/minus eine Stunde. Mit „zweimal täglich“ ist gemeint, ungefähr alle 12 Stunden. „Dreimal täglich“ heißt früh, mittags und abends.

Auch in Bezug auf Lebensmittel gibt es ein paar Punkte, die man in Betracht zieht: Osteoporosemittel oder bestimmte Antibiotika vertragen sich nicht gut mit Milchprodukten. Ballaststoffe vom Müsli oder Gemüse beschäftigen einen Magen mitunter so stark, dass dadurch die Aufnahme von Medikamenten gestört wird. Wer Thrombosen verhindern will und deswegen Blutverdünner nimmt, sollte grünes Gemüse wie Salat meiden. Das dort enthaltene Vitamin K hilft nämlich bei der Blutgerinnung.

Ein Glas Leitungswasser zum Hinunterspülen von Arzneimittel ist normalerweise das beste Mittel zur Medikamenten-Einnahme – allerdings kein Mineralwasser. Dieses enthält, wie der Name schon sagt, Mineralstoffe, die Wechselwirkungen mit Arzneimitteln verursachen können. Auch keine Milch, bei der das Kalzium reagiert. Kein Saft von Zitrusfrüchten und natürlich auch kein Alkohol. Der führt fast immer zu unangenehmen oder gefährlichen Nebenwirkungen.

Quelle: So nehmen Sie Medikamente richtig ein