Die Apotheke.

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Der Blick aufs Ganze

Praktische Hilfe bei der Medikationsbegleitung

Viele ältere Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen und deren Angehörige stehen häufig vor Fragen und Gedanken wie diesen: „Nach dem Klinikaufenthalt sind meine Medikamente umgestellt worden. Ich kenne mich nun nicht mehr aus!“ „Ich nehme viele, unterschiedliche Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel. Da immer den Überblick zu behalten ist schwer.“ „Meine Partnerin hat mir immer die Medikamente vorbereitet. Seit sie gestorben ist, bin ich mir manchmal nicht mehr sicher, was ich nehmen soll.“ „Ich bin überfordert mit all den Pillen, ich lasse sie besser alle weg.“ „Welche Arzneimittel muss ich wie lagern. Gehören die in den Kühlschrank oder nicht?“ „Ich kenne mich mit der Anwendung und dem Kleingedruckten in den Beipacktexten nicht aus.“ „Ich bekomme von unterschiedlichen Ärztinnen und Ärzten Medikamente verschrieben. Wie sieht es da mit den Wechsel- und Nebenwirkungen aus?“ „Brauche ich diese vielen Medikamente wirklich?“ „Als Angehörige versuche ich meine Eltern dabei zu unterstützen, dass sie alle Medikamente im Griff haben, aber eigentlich bin ich mir auch unsicher.“

Wer regelmäßig mehrere Arzneimittel gleichzeitig zu sich nimmt, steht oft vor der Herausforderung, die Übersicht zu bewahren. Auch Angehörige, die Patientinnen und Patienten dabei zur Hand gehen, ihren Medikationsplan einzuhalten, kommen immer wieder an ihre Grenzen. Dafür wurde die Medikationsbegleitung entwickelt.

Was ist das? Die Medikationsbegleitung ist ein neuer Service der Apotheken, der Menschen dabei hilft, alle Medikamente im Blick zu behalten und arzneimittelbezogene Probleme zu vermeiden. Eine Medikationsbegleitung beginnt mit einer Analyse in einem vertrauensvollen Umfeld. Dabei werden alle Arzneimittel – rezeptpflichtige und rezeptfreie Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und alle anderen Präparate – erhoben. Von einem sogenannten Consilium-Team, also einer Gruppe von pharmazeutischen Experten werden alle Daten analysiert. Danach wird gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen ein Medikations-Plan erstellt und gegebenenfalls bei dem einen oder anderen Mittel nachjustiert. Auch Haus- und andere behandelnde Ärzte werden informiert. Schließlich bekommen die Beteiligten die einzelnen Präparate und deren Anwendung genau erklärt. Wer zu jeder Zeit den Überblick über seine oder ihre Medikamente hat und sich besser mit der Anwendung auskennt, der fühlt sich sicherer, gewinnt mehr Selbstvertrauen und stellt damit den bestmöglichen Behandlungserfolg sicher. Unter der Apothekenrufnummer 1455 erfährt man, welche Apotheken in der Nähe eine Medikationsbegleitung anbieten.