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Einen guten Umgang pflegen…

Wie pflegende Angehörige die Übersicht über viele Arzneimittel behalten.

Wenn Patientinnen oder Patienten selbst nicht mehr in der Lage sind, sich Medikamente zusammenzustellen und diese einzunehmen, kommt auf pflegende Angehörige – neben all den anderen, täglichen Aufgaben – eine zusätzliche, große Verantwortung zu: Die richtige Gabe von Arzneimitteln während der Pflege.

Viele Fragen tauchen da am Anfang auf: Welche Arzneimittel müssen die Betreuten überhaupt nehmen? In welcher Dosierung? Zu welchem Zeitpunkt am Tag? Vor, zu oder nach den Mahlzeiten? Noch schwieriger wird es, wenn nach einem Krankenhaus-Aufenthalt die Medikamente umgestellt wurden: Muss für den Blutdruck noch das alte Mittel weiter genommen werden oder doch ein neues? Das Präparat für den Magen ist gleich geblieben? Und das für die Schmerzen heißt jetzt anders, ist aber das gleiche? Auch ganz wichtig zu beachten ist, wenn Betroffenen unterschiedliche Arzneimittel von mehreren Ärzten verschrieben werden, die vielleicht voneinander nichts wissen, können schwerwiegende Probleme auftreten. Denn nicht alle Medikamente vertragen sich untereinander. Manche Kombinationen von Arzneimittel rufen Wechselwirkungen hervor, die unter Umständen auch lebensbedrohlich sein können.

Was nun für pflegende Angehörige vielleicht wie eine schier unlösbare und beängstigende Aufgabe klingen mag, kann auch ganz einfach sein. Denn es gibt ein Hilfsmittel, das all diese kritischen Punkte überschaubar, übersichtlich und verständlich macht: Eine sogenannte Medikationsbegleitung. Was kann man sich darunter vorstellen? Die Medikationsbegleitung ist ein neuer Service der Apotheken, der Menschen bei der Pflege hilft, alle Medikamente im Blick zu behalten und arzneimittelbezogene Probleme zu vermeiden.

Eine Medikationsbegleitung beginnt mit einer Analyse in einem vertrauensvollen Umfeld. Dabei werden alle Arzneimittel – rezeptpflichtige und rezeptfreie Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und alle anderen Präparate – erhoben. Von einem sogenannten Consilium-Team, also einer Gruppe von pharmazeutischen Experten werden alle Daten analysiert. Danach wird gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten  sowie deren Angehörigen ein Medikations-Plan erstellt und gegebenenfalls bei dem einen oder anderen Mittel nachjustiert. Auch Haus- und andere behandelnde Fachärzte werden informiert. Schließlich bekommen die Beteiligten die einzelnen Präparate und deren Anwendung genau erklärt. Wer zu jeder Zeit den Überblick über die Medikamente hat, wer sich leicht tut mit der Medikamentenkontrolle in der Pflege und wer sich besser mit der Anwendung auskennt, der fühlt sich sicherer, gewinnt mehr Selbstvertrauen und stellt damit den bestmöglichen Behandlungserfolg sicher. Unter der Apothekenrufnummer 1455 erfährt man, welche Apotheken in der Nähe eine Medikationsbegleitung anbieten.